Sanierung Villa Simon
Die Villa Simon wurde zwischen 1858 und 1860 nach Plänen des hannoverschen Baumeisters Christian H. Tramm im Stil der Neorenaissance errichtet – noch zur Zeit der hannoverschen Monarchie.
Mit ihrem markanten Wintergarten und der Aussichtsterrasse orientiert sich das Gebäude zur Herrenhäuser Allee und in Richtung des ehemaligen Schlosses in Herrenhausen sowie des Welfenschlosses. Heute wird die denkmalgeschützte Villa durch die Leibniz Universität Hannover genutzt.
Ziel der Maßnahme war die umfassende Sanierung der Fassaden und Dachflächen sowie die behutsame Modernisierung der Innenräume unter Wahrung der historischen Substanz.
Die Villa Simon wurde zwischen 1858 und 1860 nach Plänen des hannoverschen Baumeisters Christian H. Tramm im Stil der Neorenaissance errichtet – noch zur Zeit der hannoverschen Monarchie.
Mit ihrem markanten Wintergarten und der Aussichtsterrasse orientiert sich das Gebäude zur Herrenhäuser Allee und in Richtung des ehemaligen Schlosses in Herrenhausen sowie des Welfenschlosses. Heute wird die denkmalgeschützte Villa durch die Leibniz Universität Hannover genutzt.
Ziel der Maßnahme war die umfassende Sanierung der Fassaden und Dachflächen sowie die behutsame Modernisierung der Innenräume unter Wahrung der historischen Substanz.
Die Herausforderung
„Die Sanierung erforderte einen besonders sensiblen Umgang mit der reichhaltigen historischen Bausubstanz. Grundlage der Planung waren detaillierte restauratorische Befunduntersuchungen.“
Geesche Güldenbeck-Hoppe
Leitgedanke war es, die Fassadensprache der Architektur Tramms wieder klar herauszuarbeiten und das Gebäude in seinem ursprünglichen Erscheinungsbild weitestgehend wiederherzustellen – bei gleichzeitiger Anpassung an zeitgemäße Anforderungen an Nutzung, Energieeffizienz und Gebäudetechnik.
Historische Bilder
Fassaden- und Dachsanierung
Die Fassaden des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes wurden unter Berücksichtigung restauratorischer Befunde instandgesetzt.
Zu den Maßnahmen gehörten:
- denkmalgerechte Sanierung der Stuck- und Steinornamentik
- Aufarbeitung der historischen Fenster, teilweise im Original erhalten
- Ergänzung von Kastenfenstern im Innenraum zur Verbesserung der energetischen Bilanz
- partielle Freilegung historischer Malereien an der Unterseite des Dachüberstandes
- fachgerechte Konservierung weiterer Befunde
- Erneuerung und Dämmung der Dachflächen
Durch die sorgfältige Restaurierung wurden Proportion, Farbigkeit und plastische Gliederung der Fassade wieder deutlich erfahrbar gemacht.
Innenräume und Nutzung
Im Inneren wurden Seminar- und Besprechungsräume ausgebaut und mit moderner Medientechnik ausgestattet. Die Räume wurden renoviert und an heutige Anforderungen an universitäre Nutzung angepasst.
Das im Stil der 1950er-Jahre errichtete Treppenhaus wurde instandgesetzt und sensibel in das Gesamtkonzept integriert.
Auch die ehemalige Remise wurde im Zuge der Sanierung ertüchtigt und kann nun für Ausstellungen und universitäre Veranstaltungen genutzt werden. Damit wird das Ensemble funktional erweitert und als kultureller Ort gestärkt.
Das Ergebnis
Mit der Sanierung der Villa Simon wurde ein bedeutendes Baudenkmal der hannoverschen Architekturgeschichte nachhaltig gesichert und zugleich zeitgemäß weiterentwickelt.
Die Maßnahme verbindet restauratorische Präzision mit moderner Nutzung und energetischer Optimierung. So bleibt die historische Villa als repräsentativer Universitätsstandort und architektonisches Zeugnis der Neorenaissance langfristig erhalten.
projekt details
Bauherr
Land Niedersachsen, vertreten durch das Staatliche Baumanagement Hannover
Leistungen
Objektplanung Hochbau, LP 2- 8 und restauratorische Befundaufnahme
Termine
Fertigstellung 05/2019
Kennwerte
ca. 1.300 m² Fassade, ca. 500 m² Dachfläche
Copyright
Fotos: Olaf Mahlstedt, Nds. Landesamt für Denkmalpflege














