Umbau und Sanierung Gebäude 2504

Das Hochschulgebäude 2504 der Physikalischen Chemie und Elektrochemie auf dem Chemiecampus der Leibniz Universität Hannover wurde 1932 errichtet und steht als Teil eines denkmalgeschützten Gebäudeensembles gemeinsam mit dem benachbarten Gebäude 2501 (Baujahr 1906–1909) unter Ensembleschutz.
Das Gesamtprojekt „2. Sanierungsstufe Chemie – Gebäude 2504 und 2505“ umfasste die aufeinanderfolgende Sanierung und den Umbau beider Bestandsgebäude. Aufgrund einer Punktgleichheit im VOF-Vergabeverfahren wurde die Bearbeitung auf zwei Planungsbüros aufgeteilt. Wir wurden für das Gebäude 2504 mit den Leistungsphasen 2 bis 9 sowie für das Gebäude 2505 mit den Leistungsphasen 8 und 9 und Teilleistungen der Leistungsphasen 2 bis 7 beauftragt.

Das Hochschulgebäude 2504 der Physikalischen Chemie und Elektrochemie auf dem Chemiecampus der Leibniz Universität Hannover wurde 1932 errichtet und steht als Teil eines denkmalgeschützten Gebäudeensembles gemeinsam mit dem benachbarten Gebäude 2501 (Baujahr 1906–1909) unter Ensembleschutz.

Das Gesamtprojekt „2. Sanierungsstufe Chemie – Gebäude 2504 und 2505“ umfasste die aufeinanderfolgende Sanierung und den Umbau beider Bestandsgebäude. Aufgrund einer Punktgleichheit im VOF-Vergabeverfahren wurde die Bearbeitung auf zwei Planungsbüros aufgeteilt. Wir wurden für das Gebäude 2504 mit den Leistungsphasen 2 bis 9 sowie für das Gebäude 2505 mit den Leistungsphasen 8 und 9 und Teilleistungen der Leistungsphasen 2 bis 7 beauftragt.

Die Herausforderung

„Das Projekt erforderte eine intensive Auseinandersetzung mit den denkmalpflegerischen Anforderungen, um den gestalterischen Ansprüchen gerecht zu werden und das harmonische Erscheinungsbild des Campus zu bewahren.“

Geesche Güldenbeck-Hoppe

Gleichzeitig erfolgte die Umsetzung der Baumaßnahmen im laufenden Hochschulbetrieb, wodurch Planung, Koordination und Bauablauf besonders sorgfältig aufeinander abgestimmt werden mussten.

Umbau- & Sanierungsmaßnahmen

Im Rahmen der Sanierung und des Umbaus wurden die Seminar-, Verwaltungs- und Laborbereiche sowie Hörsäle, Werkstätten, Lager- und Betriebsräume umfassend modernisiert, teilweise neu strukturiert und an die heutigen funktionalen und technischen Anforderungen angepasst. Ergänzend erfolgten eine umfassende Brandschutz- und Schadstoffsanierung sowie die Herstellung der Barrierefreiheit durch den Anbau eines neuen Treppenraums mit Aufzugsanlage. Zudem wurde unterhalb des Innenhofs eine neue Technikzentrale errichtet.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der denkmalgerechten Sanierung der Gebäudehülle. Die bestehenden Holzfenster wurden aufgrund ihres baulichen Zustands in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege erneuert, während die historischen Betonsteinfenstergewände fachgerecht instand gesetzt wurden. Aus denkmalpflegerischen Gründen wurde auf eine Außendämmung der Fassade und der Fenstergewände verzichtet. Stattdessen kam eine Innendämmung zum Einsatz, um den historischen Charakter des Gebäudes zu erhalten und gleichzeitig die energetische Qualität deutlich zu verbessern. Die Anforderungen der zum Zeitpunkt der Ausführung geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV) wurden dabei um rund 47 % unterschritten. Sämtliche Materialien wurden unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeits- und Umweltaspekten ausgewählt.

Innenräume

Im Zuge der Sanierung wurden die Innenräume durch gezielte Maßnahmen funktional und gestalterisch aufgewertet. Dazu gehörten unter anderem:

  • Neugestaltung von Boden-, Wand- und Deckenoberflächen mit einer abgestimmten Material- und Farbgestaltung

  • Neue Möblierung der Seminar-, Verwaltungs- und Laborbereiche

  • Integration moderner Gebäudetechnik (Beleuchtung, Medien- & Labortechnik)

  • Erneuerung der Fenster

Das Ergebnis

Die Sanierung und der Umbau des Hochschulgebäudes verbinden den Erhalt der historischen Bausubstanz mit den Anforderungen einer modernen Forschungs- und Lehrumgebung. Durch die Instandsetzung des Bestands, die Erneuerung technischer Anlagen und die gestalterische Aufwertung der Innenräume wurde die Grundlage für eine langfristige und zeitgemäße Nutzung geschaffen. Der historische Charakter des Gebäudes konnte dabei bewahrt und mit den funktionalen Anforderungen des heutigen Hochschulbetriebs in Einklang gebracht werden.

projekt details

Bauherr

Land Niedersachsen, vertreten durch das Staatliche Baumanagement Südniedersachsen

Leistungen

Objektplanung
Hochbau, LP: 2-9

Termine

Bauzeit
08/2013 - 07/2017 einschl. Außenanlagen

Kennwerte

HNF: 1.315 m²
NGF: 2.700 m²
BGF: 3.050 m²
BRI: 7.840 m³

Copyright

Fotos: K. Ortmeyer

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